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Messing

Einen Schritt zurück


Abbildung - MessingDie Gewinnung
Messing ist eine NE-Legierung (Nichteisen-Legierung) bestehend aus Kupfer und Zink. Zur Gewinnung der NE-Metalle Kupfer und Zink informieren Sie sich bitte unter den jeweiligen NE-Metallen.

Chemische Fakten / Eigenschaften:
Je nach Mischungsverhältnis variiert die Farbe von goldorange (bei hohem Kupferanteil) bis hellgelb.

Messing ist etwas härter als reines Kupfer, jedoch nicht so hart wie Bronze. Die Messingschmelze ist dünnflüssig und nimmt im Gegensatz zu reiner Kupferschmelze wenig Gase auf, lässt sich daher blasenarm gießen. Auffallend ist die Farbähnlichkeit zu Gold.

Messing ist im Gegensatz zu Aluminiumlegierungen nicht aushärtbar. Die Festigkeit kann nur durch geeignete Legierungswahl gesteuert werden.

Sorten (die wichtigsten Qualitäten):

Die verschiedenen Messingsorten unterscheiden sich durch ihren Zinkanteil, der in der Bezeichnung in Prozent angegeben wird. Eine der am häufigsten verwendeten Legierungen ist CuZn37, die 37 Prozent Zink enthält. Früher wurde stattdessen die Bezeichnung Ms mit dem Kupferanteil verwendet, hier also Ms 63. Messing kann bis zu 3 Prozent Blei enthalten; enthält die Legierung mehr Blei, wird sie dem Sondermessing zugeteilt.

In der Praxis enthält Messing mindestens 50 Prozent Kupfer, da es unterhalb dieser Grenze spröde wird und daher schlecht zu verarbeiten ist. Messingsorten mit mehr als ca. 70 Prozent Kupfer werden auch als Rotguss oder Tombak bezeichnet. Der Name leitet sich vom malaysischen Namen für Kupfer, Tambaga, ab. Tombak wurde in der Schmuckherstellung als Goldersatz benutzt.

Als Gelbguss wurden früher für den Guss verwendete Legierungen mit 56 bis 80 Prozent Kupfer bezeichnet.

Messingsorten, die außer Kupfer und Zink noch weitere Metalle (Blei, Eisen, Nickel, Mangan) enthalten, werden als Sondermessing bezeichnet. Eine Kupfer-Zink-Nickel-Legierung heißt Neusilber.

Verwendung:

Technische Bedeutung hat Messing dort, wo gleichzeitig gute elektrische Leitfähigkeit und mechanische Stabilität wichtig sind. Oft sind zum Beispiel Antennen und Hohlleiter aus Messing gefertigt. Für die Verwendung in Steckverbindern finden Pins aus Messingdraht Verwendung. Dazu können auch Messingdrähte mit galvanisierter Oberfläche eingesetzt werden. Gängige Qualitäten im Drahtsektor sind CuZn2, CuZn15, CuZn30, CuZn37.

Häufig wird es wegen seiner guten korrosionschemischen Eigenschaften für Armaturen und Formstücke in der Sanitärinstallation verwendet. Zudem findet Messing Verwendung als Lagerwerkstoff aufgrund seiner guten Notlaufeigenschaften.

Sondermessinge (ohne die Bestandteile von Blei und Zinn) werden zum Guss von Schiffsschrauben für Binnenschiffe verwendet.

Messing ist schon seit dem dritten Jahrtausend v. Chr. aus Assyrien und Babylonien bekannt. In Palästina wurde Zink um 1400 bis 1000 v. Chr. aller Wahrscheinlichkeit nach durch das Schmelzen von Kupfer unter dem Zusatz von so genanntem Galmei (Zinkcarbonat) produziert.

Seither wurden daraus hauptsächlich Schmuck und Kunstgegenstände hergestellt. Im Mittelalter fertigte man sehr viele Gegenstände des Kunsthandwerks oder liturgische Gefäße aus Messing.

Auch heute wird Messing wegen seiner goldähnlichen Farbe für Verzierungen und Beschläge verwendet. Viele Blechblasinstrumente und einige Holzblasinstrumente werden aus Messing gefertigt.





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