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Die Gewinnung
Als gediegenes Element findet sich Kupfer hauptsächlich in basaltischen Laven, wo es sich meist durch Reaktion mit Minerallösungen hydrothermalen Ursprungs aus Eisenoxiderzen bildet. Es tritt meist roh oder in Form verzweigter Strukturen, so genannter Dendrite auf, selten auch in kristalliner Form. Der Anteil gediegenen Kupfers in der Natur ist allerdings sehr niedrig. In Form von Kupfererzen ist Kupfer dagegen ein sehr häufiger Bestandteil der Erdkruste. Es wird dann aus Kupferkies, Kupferglanz, seltener auch aus Bornit, Atacamit, Malachit und anderen Erzen gewonnen.
Reinstkupfer wird durch elektrolytischen Prozeß gewonnen, wobei das unreine Zementkupfer die Anode und Reinstkupfer die Kathode bilden. Nur die Kupferionen wandern zur Kathode.
Recycletes Kupfer besitzt dieselbe Qualität wie der Primärrohstoff.
Chemische Fakten / Eigenschaften:
Kupfer (von lat. cuprum „Kupfer, Metall aus Zypern“) ist ein chemisches Element mit dem Symbol <Cu> und der Ordnungszahl 29. Es ist ein Metall der 4. Periode in der 11. Gruppe im Periodensystem. Als ein hervorragender Wärme- und Stromleiter findet es vielseitige Verwendung. Kupfer gehört außerdem zu den Münzmetallen.
Der lateinische Name cuprum ist abgeleitet von lat. aes cyprium „Erz von der Insel Zypern“.
Sortenbezeichnungen für das Kupferrecycling (die wichtigsten Qualitäten):
Kader - Draht - Berry
Kajak - Oberleitungsdraht
Kanal - Draht II
Karat - Mischschrott Cu - Birch
Kasus - Granulat Ia - Clove
Kater - Granulat Ib - Cocoa
Katze - Granulat II - Cobra
Kerze - Cu-Blech-u. Rohrschrott
Keule - Schwerkupferschrott - Candy
Klima - Leichtkupferschrott - Dream
Komma - sonst. Kupferschrott - Drove
Kopie - Rückstände
Kabul - Draht - Millberry
Verwendung:
Kupfer wird für Münzen, Stromkabel, Schmuck, Besteck, Armaturen, Kessel, Präzisionsteile, Kunstgegenstände, Musikinstrumente, Rohrleitungen und vieles mehr verwendet.
Für elektrische Kabel, Leiterbahnen und Bauteile, als auch für Wärmeableiter eignet sich Kupfer wegen seiner sehr guten elektrischen und thermischen Leitfähigkeit.
Im Kunsthandwerk wird Kupfer getrieben, das heißt durch hämmern verformt.
Auch werden Dächer mit Kupferblech gedeckt, auf denen sich dann eine beständige grünliche Patina bildet. Diese Patina schützt das darunterliegende Metall gut vor weiterer Korrosion, so dass Kupferdächer eine Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten haben können.
Kupfer ist auch Bestandteil vieler Legierungen wie Messing, Bronze und Neusilber.
Viele Münzwerkstoffe sind auf Kupferbasis hergestellt, so das „Nordisches Gold“ genannte Metall der goldfarbigen Euromünzen, eine Kupfer-Zink-Aluminium-Zinn-Legierung.
Auch Gegenstände mit silberweißem oder edelstahlartigem Erscheinungsbild sind in Wirklichkeit hoch kupferhaltige Legierungen, worin die kupfereigene Farbe durch ausreichenden Nickelzusatz verschwunden ist. Das Münzmetall der alten 1-DM-Geldstücke, sowie die hellen Anteile der Euromünzen bestehen aus Kupfer-Nickel-Legierungen.
Kupferverbindungen kommen in Farbpigmenten, medizinischen Präparaten und galvanischen Oberflächenbeschichtungen zum Einsatz. Kupfersalze färben die Flamme grün/blau (Spektralanalyse).
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